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Norbert Walter und Jörn Quitzau: Wer soll das bezahlen?

Die Bürger der Welt sorgen sich nach dem Lehman-Kollaps – symbolträchtiges Ereignis am Ende der Bankenkrise – und den sich türmenden Staatsschulden für die aus dem Ruder gelaufenen Sozialbudgets und die jetzt hinzugekommenen Rettungsaktionen für Banken und Konjunktur um ihre Zukunft. Sie sorgen sich um die Qualität des Geldes, um die Fähigkeit der Schuldner – auch der staatlichen – zur Bedienung der Kredite. Sie befürchten, dass auch andere Versprechen nicht gehalten werden können; so etwa die staatliche Altersvorsorge, so etwa die erreichten Standards bei staatlicher Infrastruktur, insbesondere bei der Bildung. Und andere sorgen sich, dass die ohnehin hohe staatliche Steuer- und Sozialbeitragslast weiter steigt.

Die Endzeitgefühle der Bürger sind angesichts der Ereignisse der letzten Jahre verständlich. Sie sind aber nicht allein den Fakten geschuldet, sondern auch einer Kommunikation, die um vieles besser hätte sein können. Das, was die Eliten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik derzeit abliefern, ist ein Armutszeugnis. Es ist richtig, nicht zu verschleiern, die Wahrheit nicht scheibchenweise zu servieren. Es ist aber auch richtig, die ernüchternden Botschaften über die Ereignisse der letzten Jahre in einen historischen Kontext zu stellen. Es gilt zu zeigen, dass die Welt auch in früheren Dekaden und Jahrhunderten solche Krisen meisterte und stärker aus Herausforderungen hervorging. Es gibt sie: Die Wege aus der Finanzmarkt- und Verschuldungskrise. Und es zeigt sich, dass die Vertreter von einfachen Wahrheiten angesichts der komplexen Welt eben nicht die ganze Wahrheit sagen. Wir wollen ihnen deutlich machen, dass einerseits die Unterstützer einer Therapie permanenter Drogenabgabe – so etwa die USA – der Welt nicht geholfen haben. Freilich ist auch „Mehr Sparen“ nicht in jeder Situation die Antwort auf die Herausforderung. Situationsgerechtes Handeln ist unser Plädoyer.

Nach der Überwindung der Schock-Starre nach dem Lehman-Kollaps ist jetzt aber die Rehabilitation des Patienten angesagt. 2008/2009 war keynesianische Finanzpolitik und Niedrigzinspolitik sachgerecht. Jetzt ist die Konsolidierung die erste staatsbürgerliche Pflicht. Zinsen auf Nullniveau passen nicht mehr.

Statt zyklischer Stütze braucht es jetzt strukturelle Korrektur, damit Finanzmarkt- und Wirtschaftsordnung ihren Dienst der richtigen Steuerung der privaten Akteure wieder leisten. Hierzu geben wir Planken an, insbesondere was Regulatoren und Risikomanagement in Finanzinstituten anders und besser machen müssen.

Norbert Walter und Jörn Quitzau, Volkswirt bei Deutschlands ältester Privatbank, der Berenberg Bank in Hamburg, sagen:

»Schluss mit der Panikmache! Es gibt Wege aus der Finanzmarkt- und Verschuldungskrise! Aber es ist höchste Zeit zu handeln!«.

Norbert Walter und Jörn Quitzau: Wer soll das bezahlen?

erschienen im Pattloch Verlag, 2011

nominiert für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2011

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